Körper, Geist und Seele in lebendigem Fluss halten
Swantje Kallenbach, München


Umgebungsbedingungen für Gesundheit: Erforschen - Benennen - Bewahren oder Wiederherstellen
Das steht für Heilung, Schutz und Entwicklung des Lebendigen. Es betrifft sämtliche Fragen ganzheitlicher Gesundheit,
förderlicher Lebens- und Arbeitsbedingungen und das gesamte Potenzial Mensch-Sein.


Buchinfo Genusskultur statt Essensverwirrung: Gesundheit bewahren - Schöpfung schützen - Spirituell wachsen

Freie Meinungsäußerung: Demokratisches Recht oder "Hater"-Kultur

“Man wird ja wohl noch sagen dürfen...” - und schon betritt man vermintes Gebiet.

Wie unter dem Punkt “Lebensumstände und Politik” - die Prinzipien Demokratie und Kapitalismus angemerkt, lesen Sie hier meinen Artikel zum Thema freie Meinungsäußerung

Ich biete Ihnen hier meine Meinung zum Thema Alltagssexismus, Alltagsrassismus und “Hater”-Kultur an.

Anlass dieses wie auch vieler weiterer Artikel auf dieser Seite ist, dass ich in meiner Arbeit mit Menschen vielfältige Sorgen höre, Alltagsängste kennenlerne und mit inneren Nöten konfrontiert werde, die Auswirkungen auf die individuelle Gesundheit haben.
Dazu beschäftige ich mich schon nahezu mein ganzes Leben mit dem Themenkomplex  zur Grundsatzfrage “Was ist wahr?” und “Wie erkenne ich das?”.

In einem Klima der Angst zu leben kann zu Krankheit führen. Ich spreche ausdrücklich nicht von therapiebedürftigen Ängsten, sondern von mehr oder weniger starken Empfindungen im Alltagserleben. Diffuse Schwebezustände der inneren Unklarkeit. Hin- und Hergerissen sein zwischen eigener Lebenserfahrung und vielfältigen Veränderungen im und um das eigene Leben und Lebendig sein herum. Ich denke, dass dies heute viele Menschen betrifft. Deshalb schreibe ich viele Texte auf meinen Webseiten, die meine bisher veröffentlichten Bücher ergänzen, begleiten und auf aktuelle, in meinen Augen wichtige Themen hinweisen. Ich möchte mit meinem Wissen und meiner Lebenserfahrung dazu beitragen, dass sich Menschen sicher und getröstet und in der Lage fühlen, Ihr eigenes Leben so zu führen, wie sie dies möchten.

Dies sind die Grundbedingungen der Salutogenese, also der Gesundheitsentstehung. Mehr dazu wie Arbeits- oder Globalisierungsstress ganz genau entsteht und wirkt finden Sie in meinem Buch Stress-Toleranz-Management.

Ich biete Ihnen hier meine Meinung an. Sind Sie nicht meiner Meinung, verlassen Sie einfach diese Seite. Möglicherweise hilft Ihnen aber meine Meinung zu Ihrer eigenen Meinung zu kommen. Die dann vielleicht ganz anders ist als meine. Das macht Sie stark, weil Sie Ihre eigene Meinung gebildet haben. Und das ist mein eigentliches Anliegen. Sie sagen dann “ja” zu dem Standpunkt, den Sie gewonnen haben. Und wenn auch Sie damit in die Öffentlichkeit gehen, tragen Sie dazu bei, dass unsere Politiker aus der Vielfalt der Meinungen aller Bürger den richtigen Weg wählen können. Das ist die lebendige Demokratie, von der ich auf diesen Seiten spreche.

Ich unterstütze das Lebendige, stark zu bleiben oder zu werden. Mittel dazu sind mein Therapie- und Präventionsangebot in meiner Praxis, meine Beratungs- und Coaching-Dienstleistungen und meine 4 Bücher. Insbesondere das 4., Genusskultur, beinhaltet viele Informationen über Bedrohungen von Mensch und Natur und bietet verschiedene Ansätze des aktiven Handelns.
Kurz, es ermöglicht das Verwirrspiel des psychopathisch anmutenden Welt- und Wirtschaftsgeschehens zu erkennen, seine eigenen Ängste zu hinterfragen und dann, wo sinnvoll oder notwendig klare Grenzen zu setzen. Erkennen heißt zuerst, Meinungsmache und “Fake News” aufzudecken. Alltagsängste zu erkennen heißt, sich darüber bewusst zu werden, woher ein bestimmtes Unwohlsein kommt, von außen, von innen oder ob es einfach gerade Mode ist Angst zu haben, z.B. vor Gluten oder Laktose in Nahrungsmitteln. Es ist auch ein Buch für Frauen, sich die Hoheit über den eigenen Körper wieder zurückzuholen - sei es in Fragen von Gewicht und Aussehen, sei es in Fragen von Religion und Gruppenzugehörigkeit. Lesen Sie mehr dazu unter Frauen-Power.

Wie gesagt, versuche ich als mündige Bürgerin mein verfassungsmäßiges Recht auf freie Meinungsäußerung in der Öffentlichkeit auszuüben. Wie Sie auf meinen Seiten lesen können, ist dies gar nicht so einfach, da ich ein systemisches Weltbild vertrete. In dem alles mit allem zusammenhängt. Und mir das Wohlsein von allem am Herzen liegt. Ich frage mich, was getan werden muss, um in Balance zu bleiben oder wieder dahin zu kommen.

    Jede Übertreibung in die eine oder andere Richtung wird von einer Gegenkraft abgelöst, um die Mitte zu wahren. Das ist ein Prinzip des Lebendigen, das ich mein ganzes Leben lang beobachte. Technische, wirtschaftliche, soziale oder Umwelt-Veränderungen, gleich tektonischer Erschütterungen, die das Althergebrachte so sehr stören, dass es in Verwirrung gerät und aus seiner Balance fällt und daher nur noch Schutzwälle hochziehen kann, beobachte ich mit Sorge. Denn dann ist das klare, vorausschauende Denken gestört und die Fähigkeit gezielt und planvoll zu agieren statt stressbedingt zu reagieren. Deshalb muss unser Staat seine Bürger vor asozialen Einzelinteressen schützen. Ich sehe eine Gefahr darin, dass wirtschaftliche Interessen der Gewinnmaximierung durch Technik für wichtiger gehalten werden, als die des lebendigen Menschseins.

    Zentralisierung, Monopolismus, überbordende Bürokratie sowie Gleichmacherei wo regionale, dezentrale oder sonstwie gewachsene kulturelle Eigenheiten bestehen, zerstört den an sich guten Gedanken der Europäischen Union zur Friedenssicherung. Balance heißt nicht, einen einzigen Ton zu spielen. Die Pfeife, nach der alle tanzen sollen auf dem Platz. Sondern Balance oder Harmonie entsteht durch all die verschiedenen Töne, die ein Konzert des Lebendigen verursachen. Und dann ist die Frage, ob man dem Komponisten folgt, dem Dirigenten oder seine eigene Interpretation der Musik spielt.

    Jedes starre Festhalten an etwas Überkommenem oder seine eigene Meinung allen aufzuzwingen sorgt für Risse im Fühlen und Erleben bei den Gezwungenen. Mit dieser legitimen, aggressiven Lebenskraft wird sich die Politik konstruktiv nährend auseinandersetzen müssen. Jeder von uns wird sich schon an ein gewisses Maß an Regeln und Ordnung halten müssen, weil sonst sowohl Freiheit als auch Sicherheit aller gestört wird. Eine kulturelle Leitliniendiskussion ist überfällig. Und dann möge man doch bitte einmal alle Stimmen in diesem Land hören. Ohne mit diesem berühmten falsch verstandenen deutschen Pseudotoleranz-Denken, auf das ich auf der Startseite eingegangen sind, bereits wieder Gesinnungsterror linker oder rechter Natur zu betreiben.  

Wer sich das Recht herausnimmt, sein demokratisches Meinungsäußerungsrecht über meines (oder Ihres) zu setzen und meines (oder Ihres) aus der Anonymität zu bedrohen oder abzuwerten schafft genau die Form von Unfreiheit oder gar Gewalt, die ja eigentlich angeblich alle vermeiden oder abschaffen wollen. Das ist der Fundamentalismus, der unsere Gesellschaft von innen bedroht.

Nicht deshalb, weil es eine Partei namens AfD gibt entsteht Gewalt. Der Wunsch nach mehr Regeln und besserem Schutz kommt nun mal mit dem Alter. Der Wunsch nach weniger Regeln, mehr Dunkelheit und dem Feiern des Kaputtmachens des behaupteten Establishments bedroht wie im Sommer 17 in Hamburg jedes geordnete lebendige Prinzip. Und unsere freiheitlich demokratische Grundordnung.

Wer mit einer anonymen Hetzjagd seine eigene (selbstverständlich immer für gut gehaltene) Meinung quasi naturgesetzlich über die andere, selbstverständlich als böse zu geltende Meinung stellt, hat unser demokratisches Prinzip der freien Meinungsäußerung generell falsch verstanden. Wer behauptet, man dürfe nicht mehr sagen, was man denke, aber auch. Es gibt so viele Meinungen, wie es Menschen gibt. Meine gehört dazu.

Jeder, der weiß, dass seine einzigartige Gesinnung die beste ist, wird irgendwie zum Alltags-...z.B. Rassisten, je nach Themenlage.

Mensch - in all unseren Adern fließt das gleiche rote Blut. Als Jesus sagte, “Liebe deinen Nächsten wie dich selbst.”, hat er da irgendwelche Kategorien gemeint oder etwa ALLE MENSCHEN? Es gibt ein universelles ethisches Grundprinzip, das die Diskriminierung des Nächsten verbietet. Das heißt nicht, dass man alles mit allen teilen muss und nix mehr behalten darf und dass man sein Revier nicht verteidigen darf oder seine persönliche Grenze. Aber keine Ethnie ist höherwertiger als eine andere. Auch nicht religionsbedingt. Es herrscht Religionsfreiheit - und zwar auf Basis unserer Verfassung (Grundgesetz). Jeder kulturell-religiöse Hochmut ist unangebracht. Wer den Gott- gleichen bzw. Gott-ähnlichen Jesus für einen schwachen Gott hält, weil er am Kreuz gestorben ist, und deshalb auf die Mitteleuropäische Kultur herabblicken muss, darf sogar diese Meinung behalten und kundtun. Er könnte sich aber auch damit beschäftigen, wie die Transformation vom Ego-Wesen zum Mitglied der Gemeinschaft aller Menschen gelingen kann. Nächstenliebe und Altruismus gehört zur “Leitkultur”. Jede Form von Hochmut ist die Basis von Gewalt, Tod und Mord. Weil sie die dazu erforderliche Entmenschlichung erst möglich macht. 

Ich bin viel herumgekommen, vor allen in deutschsprachigen Landen. Dieses Blut-Erde-Problem gibt es fast überall. Es ist also nicht immer nur die Unwilligkeit der Ankömmlinge, die Integration verhindert. Es ist in gleichem Maße die selbstverständliche Ignoranz der Neuen durch die Alteingesessenen bis hin zur Ablehnung der Neuen, die lebendiges Zusammenleben verhindert. Wenn Ihr wollt, dass die Neuen so sind wie ihr, dann müsst ihr es ihnen beibringen, statt euch dauernd darüber zu beschweren, dass sie es nicht können. Ich meine hier nur die sogenannten Deutschstämmigen. Vor der Wende. Nach der Wende. Und überhaupt. Und wie einfach ist es, wenn wenigstens alle Bier trinken und Schweinefleisch essen. Und für das andere müssen wir alle stark sein: Man nennt es Globalisierung.

Welche Meinungsäußerung ist denn die richtige?

Das deutsche Bravsein rächt sich beim Thema Meinungsäußerung, denn wie soll man eine eigene Meinung haben und aussprechen, wenn man das eher nicht gelernt hat. Vielleicht tue ich dem Heute und den Heutigen Unrecht, aber in Kindergarten, Schule und auch an der Uni herrschte zu meiner Zeit eine hierarchische Meinungskultur. Recht und richtig ist, was der Lehrer sagt. Oder andere Meinungsbildner.

Als 1968 gar nicht alle 68er waren, begann sich die Erziehungskultur und was sich sonst noch so daraus in Deutschland ergab grundsätzlich zu ändern. Heute kann in der Schule nicht mehr von einer mehr oder weniger homogenen Erziehung der Kinder und Jugendlichen ausgegangen werden. Dies ist einer der Gründe, warum es mancherorts für die Lehrer so schwierig ist, Ihren Bildungsauftrag auszuführen, wenn der Erziehungsauftrag durch die Eltern so unterschiedlich aufgefasst und abgearbeitet wurde. Nein, ich spreche hier nicht von Zuwanderern oder Flüchtlingen, sondern von Menschen, deren Familien seit dem 2. Weltkrieg in Deutschland (Ost und West) leben.

So ein soziologisches Phänomen ist einerseits wertvoll für eine vielfältige Kultur, andererseits schafft dies die Basis von kulturellen Gruppen, die man - einfaches Beispiel als links oder rechts bezeichnen mag - innerhalb derer Meinungen Konsens sind, die von anderen kulturellen Gruppen nicht oder nicht genau so ebenfalls gedacht und geäußert werden. Das ist das vielfältige Bild der offenen Gesellschaft.

Und dann gab es Debatten im Bundestag, wo noch wirklich um Meinungshoheit gestritten wurde. Und Zeitungen, in denen sich Meinungsbildner ebenfalls oft auf hohem Niveau Sachen an den Kopf geworfen haben. Das Publikum schaute zu und hatte seine Meinung am Stammtisch. Vielleicht ein bisschen zu einfach mein Szenario. Ich will aber auf einen ganz bestimmten Punkt hinaus.

Es gab bestimmte Meinungen, die man sich zu eigen zu machen hatte, wollte man bestimmte gesellschaftliche oder wirtschaftliche Ziel erreichen. Das ist heute schon auch noch so. Aber heute gibt es nicht ein paar wenige Patriarchen, die diese Meinung vorgeben. Sondern jeder, wirklich jeder kann über Internet und soziale Medien jeden Aspekt seiner individuellen Meinung dem Rest der Welt kundtun. Damit ist das demokratische Prinzip unserer Verfassung erst richtig umsetzbar geworden. Viele sind aber aufgewachsen mit dem Prinzip, dass es nur einen gebe, der Recht habe. Und das mag Stress verursachen. In meinem Buch Stress-Toleranz-Management geht es auch um diese Ambiguitätstoleranz, die Fähigkeit, Mehrdeutigkeit auszuhalten.

Political correctness?

Kaum zeigte sich Internet sei Dank eine reichhaltige Kommunikation von unten - heißt, man konnte sich weltweit äußern, auch wenn man nicht von den Zeitungen gedruckt wurde - schwappte aus den USA eine political correctness-Welle zu uns herüber, die den zarten Bestrebungen das eigene Denken für den Rest der Welt mit Worten erfahrbar zu machen gleich wieder einen Maulkorb verpasste.

Selbstverständlich gibt es Aussagen und Meinungen, die nicht jeder allen mitteilen möchte. Es gibt eine Kultur des guten Benehmens, dass man nicht allen alles an den Kopf wirft, was man selbst für wahr hält. Aber an all das muss man sich nicht halten. Wer diese Regeln kennt, kann sie brechen, und übernimmt die volle Verantwortung für sein Handeln. Doch welche Regeln sind denn gültig für ein demokratisches Recht wie die freie Meinungsäußerung? Und wie verhält sich das mit der Anonymität des Internets?

Jedem seine eigene Meinung

Der Schlüssel zur freien Meinungsäußerung ist, dass jeder Mensch seine eigene Meinung hat und behalten darf.

Vielleicht kennen Sie diesen Witz, der in vielen Unternehmen keiner ist: Sagt einer zum Kollegen: “Du, ich bin beim Chef zum Meinungsaustausch.” - “Wie jetzt?” - “Ja, ich gehe mit meiner Meinung rein und mit seiner raus...” (s. auch mein Buch Stress-Toleranz-Management)

Aus meiner Sicht haben wir aufgrund der oben beschriebenen Geschichte der Meinungshoheit und Meinungshierarchie in diesem Land noch nie per Lehrplan gelernt, Respekt vor der Meinung des anderen Menschen zu haben. Daher kommt das Muster “Man darf das nicht sagen.” Das Gemecker am Stammstisch ist vielleicht nur Dampf-ablassen. Kritik aber offen, direkt und gleichzeitig respektvoll an die mit dem unerwünschten Verhalten zu adressieren wäre aber der Weg, Einfluss auf das Weltgeschehen zu nehmen.

Respekt vor der Meinung des Anderen

Diese Meinung des anderen Menschen, Mitmenschen zu respektieren, egal wie schräg sie sein mag, bedeutet, diesen Menschen selbst zu respektieren. Eine Meinung ist nicht Wahrheit und ist nicht unbedingt beweisbar. Aber es ist eine lebendige Zustandsäußerung eines Mitmenschen zu irgendeiner Angelegenheit. Und der darf das. Und Sie auch. Und ich auch.

Die Meinung ist nicht die Wahrheit

Eine Meinung ist eine Haltung, vielleicht nur hier und jetzt und vor diesem Publikum. Sie ist ein Standpunkt und keine unveränderliche oder beweisbare Wahrheit. Lohnt es sich, um Standpunkte Stellungskriege zu führen?

Krieg der Standpunkte

Das Leben könnte leichter sein, wenn nicht so viele Menschen meinten, andere in ihrer Meinung umerziehen zu müssen. “Da haben Sie aber eine falsche Meinung!”. Hahahaha, Treppenwitz.

Nein, es gibt keine falsche Meinung. Sondern nur eine, die dieser andere Mensch eben hat.

Wenn Ihre Meinung, meiner widerspricht (und natürlich umgekehrt!) möchte ich aber, dass das nicht dazu führt, dass mein Leben von Ihrer Meinung dominiert wird. Und deshalb nutze ich meine staatsbürgerlichen Rechte zu Meinungsäußerung, Basisdemokratie (z.B. Petitionen) und mein Wahlrecht. (Dieses Thema ist im Buch Genusskultur näher ausgeführt).

Ja, und an der Stelle hat - zumindest im Internet - schon vor langer Zeit eine Art Krieg begonnen. Es gibt Follower und Hater. Letztere (“Hasser”) folgen Menschen, die im Internet öffentlich ihre Meinung oder ihr Leben ausbreiten. Da werden Menschen für ihr Sosein - denn eine Meinungsäußerung ist ja nichts anderes als eine Präsentation des eigenen Soseins - an dem Pranger gestellt oder regelrecht verfolgt. Warum denn? Warum nicht einfach wegklicken? Die Währung heißt Aufmerksamkeit. Zuviel Aufmerksamkeit auf schräge Meinungen von anderen verhindert die Verbreitung der eigenen (schrägen) Meinung. Das ist ein buchhalterisches Prinzip: Aktiva und Passiva.

So lange die Grundrechte gewahrt bleiben (z.B. Volksverhetzung nicht stattfindet) und keine Straftatbestände vorliegen ist hier ist der Punkt, an dem es kippt: Das demokratische Recht auf freie Meinungsäußerung gilt für alle. Auch die eine andere Meinung vertreten als ich selbst. Und Sie.

Meinungsmache durch Hater

Wenn angeblich viele Menschen derselben Meinung sind, könnten sich die mit der Einzelmeinung unwohl fühlen und sich der Mainstream-Meinung anschließen. Das ist ein soziologisches Phänomen , nichtsdestotrotz aber eine Tatsache. Überdies gar nicht so selten.

Das Institut für Strategischen Dialog (ISD) in London fand heraus, dass 50% der “Likes” von Hasskommentaren auf Facebook von einer mittleren einstelligen Zahl Accounts erfolgte. Der Facebook-Benutzer kann das nicht wissen. Er mag denken, dass etwa die Hälfte der anderen Menschen Hasskommentare befürworten.

Deftige Kommentare, warum man etwas blöd findet, sind noch kein Hate-Speech (Hass-Sprache). Es ist diese eigenartige Kombination aus Abwertung und den Kommentierten an einem wunden Punkt treffen zu wollen. Und dann machen alle mit.... Ich habe auf diesen Seiten an einigen Stellen Hinweise gegeben, dieses sozio- oder psychopathische Verhalten zu erkennen. Mehr zur Stärkung der eigenen Kraft finden Sie in Genusskultur.

So etwas zu lesen kann unterhaltsam sein oder man klickt einfach weg. Wichtig ist aber zu wissen, dass sich Menschen durch solch ein Umfeld beeinflussen lassen können. Zum Beispiel vor der Wahl. Vor welcher Wahl? Vor jeder Wahl. Nach der Wahl ist vor der Wahl. Das kennt man vielleicht vom Mittagessen auswärts. Da macht es gar keinen Sinn, dass Lügen ja meist offensichtlich sind. Besser, den Moderator der Forums anschreiben.... Die o.g. Studie hat sicher viele Forumsverantwortliche wachgerüttelt. ...

 

Meinungsvielfalt

Meinungsvielfalt heißt, es gibt nicht eine richtige oder falsche Meinung. Sondern meine und Ihre. Und die der anderen.

Und jeder darf seine Meinung sagen.

Aber wie ist es damit, wenn man mit der Meinung von anderen Menschen nicht einverstanden ist? Dann darf man das sagen. Ja klar. Aber es gibt eine Grenze der Meinungsäußerung.

Grenzen der Meinungsäußerung

Ist unser Grundrecht auf Meinungsäußerung begrenzt? Das ist gar nicht so einfach zu beantworten. Denn das Sosein unseres Nächsten erfordert Respekt und das Achten seiner Grenzen. Körperlich und auch seiner Integrität (seiner wesensmäßigen Vollständigkeit).

Die Meinungsäußerung wird immer dann zum Problem, wenn ich denke, dass andere anders sein müssten, damit es mir besser geht. Weil das heißt ja auch, dass ich im Rahmen meines Einflussbereiches nichts tun kann. Sondern jemand anders müsste.... Da bleibt nur Raum zum Meckern. Und zur Erinnerung: Es gibt nur einen der Gewalt ausüben darf, und das ist der Staat nach klaren juristischen Prinzipien.

In Deutschland ist es meines Wissens immer noch nicht üblich, das Äußern von sachlicher Kritik in Schule und Alltag zu erlernen und trainieren. Wo verschiedene Lebenswirklichkeiten aufeinanderprallen, hält jeder seine für die einzig wahre. Speziell dann, wenn er noch nie im Nachbardorf war.

Verhalten kritisieren statt So-Sein

Die eigene Meinungsäußerung kann immer das VERHALTEN des Mitmenschen kritisieren - und sei es nur deshalb, weil er dessen Lebensweise nicht kennt.

Hingegen das SOSEIN (die unveräußerlichen Merkmale wie Geschlechte, Alter, Hautfarbe, Rasse, Nationalität, Religionszugehörigkeit etc.) zu kritisieren bedeutet fast immer jemanden zu DISKRIMINIEREN. Das bedeutet, ihn wegen Sachverhalten, die er nicht ändern kann oder deren Änderung unangemessen wäre (Änderung des Geschlechts, der Religion) herabzuwürdigen.

Diskriminieren ist ein Aspekt von Mobbing. S. auf dieser Seite unter Grenzen oder im Buch Stress-Toleranz-Management ein ganzes Kapitel.

Das sind die Soziopathen, denen jeder Bürger in Ausübung seiner Zivilcourage Grenzen setzen kann. Und ich spreche hier immer noch nicht über Flüchtlinge oder Zuwanderer, sondern über das Verhalten von Deutschen, das ich auf Seite 1 dieser Homepage mit dem Thema Anstand zu fassen suchte.

Diskriminierung ist die Wurzel des Bösen

Während der Nazizeit sind in Deutschland unfassbare Greueltaten geschehen, weil Menschen meinten, andere Menschen seien an ihrem Leben schuld.

Diskriminierung ist nur möglich, wenn sich jemand als höher stehend über anderen begreift. Deshalb gilt der Hochmut unter den 7 Todsünden in der kath. Kirche auch als die zentrale Sünde.

Nur wer sich über andere erhebt und zwar so, dass er diese vernichten kann oder will, ist des Mordes fähig. Oder auch des Massenmordes. Oder der Vergewaltigung, ob im Filmbusiness oder wo auch immer.

Deshalb ist das Recht auf Meinungsäußerung sowohl vom Strafrecht also auch von schwammigen ethischen Grundsätzen begrenzt. Nicht alle Regeln stehen schwarz und weiß auf einem Papier.

Nicht mehr sagen dürfen, heißt vielleicht: Ich denke, dass alle Frauen mal lieber zu Hause an den Herd gehören. Weil man aber niemanden diskriminieren darf, darf ich all das über die bitches nicht sagen. Blöd.

Es ist nicht, das “nicht mehr sagen dürfen”. Sondern das Gefühl, dass scheinbar alle anderen, das anders sehen. Und wenn man nur gelernt hat zu tun was alle tun, tut das weh wenn einen alle so ansehen. Na und? Hören Sie Fanta4 (Lasse reden) und haben Sie Spaß. Ich mach das ja auch. Und wenn die Meinung der anderen so viel besser ist als Ihre. Dann ändern Sie sie halt. Wen juckts. Wir sind alle nur Sternschnuppen im Universum. Es sei denn wir wollen mal alle zusammen was für die Lebendigkeit des Ganzen. Dann können wir den Planeten rocken. Und wer nicht rocken will, macht halt was anderes.

Sexismus die die Krankheit des Geistes (nicht nur des männlichen), die die Lebendigkeit und das Zusammenleben am meisten beeinträchtigt. Das traditionelle Diskriminieren der Frau, Ihre Reduzierung auf ihre sekundären und primären Geschlechtsorgane ist die Fortschreibung des Unrechts, das diesen Planeten mittels Klimakatastrophe und Eroberungskriegen in den Untergang führen kann. Genauso wie Tacitus Jahrhunderte später als einziger über die Kelten schrieb. Alles, was wir an schriftlicher Information über die Kelten haben, stammt von einem bzw. einem zweiten männlichen Geschichtsschreiber. Glauben Sie wirklich, dass es reicht, wenn ein einzelner Meinender eine ihm fremde, v.a. im spirituellen Sinne Hochkultur nicht versteht und der Nachwelt als Wahrheit überliefert? Genauso wie patriarchale Meinungen zu Schrift und Gesetz wurden. Ja glauben Sie denn, die Hälfte der Weltbevölkerung, der man zuschreibt, den ganzen Tag zu reden habe nichts hinterlassen? An dem, was Theresa von Avila an Schriftlichem hinterlassen hat, können Sie auf den geistigen und spirituellen Bildungsstand der europäischen Frau im Mittelalter schließen. Ist der in den letzten 1000 Jahren plötzlich so viel weniger geworden?

Es ist jetzt an der Zeit, die Meinungsvielfalt endlich wirklich zuzulassen. Vor allem im eigenen Kopf. Und sich dann zu verbünden, zu verbrüdern (und vor allem zu verschwestern) und den eigenen Traum von der heilen Welt wahr werden zu lassen. Und die eine andere heile Welt träumen und respektvoll zu behandeln.

Das heißt die eigene Meinung öffentlich machen, überzeugen und Alliancen bilden. So wie es seit jeher in der Politik üblich ist. (s. Beschreibung in meinem Buch Genusskultur). Man kann nicht nicht politisch sein (frei nach P. Watzlawick).

Im Endeffekt geht es um Bildung, nicht um Bewahren der Asche.

Die Verwechslung von Meinung und Gesetz

Die eigene Hybris und der Aufenthalt im Internet und in der realen Welt ausschließlich unter Gleichgesinnten kann zu einer Realitätsverschiebung führen: Die eigene Meinung für ein für alle geltendes Gesetz halten.

In einer Demokratie wird es immer Meinungen geben, die nicht zu Gesetzen führen. Das ist halt so in der Nichtdiktatur.

Wenig Erfahrung mit Vielfalt führt zum Schrei und Ruf nach dem starken Mann, der endlich alle retten kann. Das tut er nicht. Wissen wir doch alle. Das höchste Lernen geschieht doch durch die Fehler der anderen. Kann man sitzend machen. Ohne Risiko.
Mit Abstand. “Genusskultur” lesend.

Förderung des Lebendigen oder dessen Abschaffung

Für mich ist ein zentrales Kriterium für menschliches Verhalten, ob jemand dazu beiträgt, die Lebensbedingungen von Menschen zu verbessern oder aber versucht, seinen Vorteil aus dem Aussaugen und Gleichschalten von nährenden und kreativen Menschen zu schlagen.

Meiner Meinung nach sind die aus dem Buch Momo bekannten grauen Herren, die Borg (aus Star Trek) oder die unter Grenzen setzen und wahren auf dieser Seite beschriebenen Soziopathen, reine Maschinen der Effizienzsteigerung. Also eher keine Menschen.

Deshalb ist mir die deutsche Gemütlichkeit wichtig. Langsamkeit und Genusskultur, mein 4. Buch, s. oben links. Dort wird gutes Essen, Demokratie, Verbraucherschutz und Spiritualität genauso beschrieben wie kulturelles Essen von Fleisch jeden gewachsenen Ursprungs, Trinken von Bier und Wein und Schnaps. Wo man singt, da lass dich nieder, böse Menschen haben keine Lieder.

Und allein daran sehen Sie wie schwierig es ist, mit der eigenen Meinungsäußerung keinem anderen auf die Füße zu treten.

Wenn Sie Interesse an meiner Meinung haben, lesen Sie diese Seite und/oder kaufen Sie meine Bücher Stress-Toleranz-Management und Genusskultur.

Und wenn Sie nicht meiner Meinung sind, machen Sie halt was anderes.

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